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Prinz Dimitrie Cantemir – Kantemiroglu

Prinz Dimitrie Cantemir - Kantemiroglu
Prinz Dimitrie Cantemir - Kantemiroglu
Prinz Dimitrie Cantemir – Kantemiroglu

Dimitrie Cantemir, türkisch: Kantemiroglu wurde im Jahre 1673 in Silişteni, damals eine Stadt im Osmanischen Reich, im heutigen Rumänien, als Sohn von Constantin Cantemir, dem Fürst von Moldawien geboren. Dimitrie Cantemir war selber in den Jahren 1693 und 1710 zweimal Fürst von Moldawien. Zwischen 1688 und 1710 lebte Cantemir in Konstantinopel, der damaligen Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Hier diente er unter anderem als Vermittler zwischen den osmanischen und europäischen gebildeten. Er war ein Freund von Rami Mehmed Pasche, einem Literaten und gleichzeitig einem Großwesir, also quasi dem Staatskanzler des Osmanischen Reiches. Cantdemir war außerdem ein Ethnograph, Musikwissenschaftler, Linguist und Enzyklopädist sowie ein Geograph, also ein Universalwissenschaftler des 18. Jahrhunderts. Besonders seine Werke im Bereich der klassischen Osmanischen Musik gelten heute als sein wichtiges historisches Vermächtnis. Cantdemir war zweimal verheiratet und hatte vier Kinder.

In seinem Buch Kitâbu ‘Ilmi’l-Mûsikí alâ Vechi’l-Hurûfât, türkisch für „ Das Buch der schriftlichen Musikwissenschaft“ schreibt er über zeitgenössische osmanische Melodien, Rhythmen, Makame und über seine eigenen Arbeiten und Notationen. Seine Musik wurde auch bei der klassischen türkischen Musiktherapie gegen verschiedene Krankheiten angewendet.


Hüseyni Makam – Beispiel: Hüseyni Sema von Dimtiri Cantemir/Kandemiroglu * 1673 gegen zu hohem Fieber und für Zufriedenheit – Videoquelle und Beispiel: You tube

Im Jahre 1711 stellte sich Cantemir, beim Feldzug von Peter des Großen, gegen das Osmanische Reich, auf die Seite der Russen. Nachdem die Osmanen einen Sieg erringen konnten floh Cantemir ins Russische Reich und lebte fortan im Exil. Er hatte im Exil eine sehr große Sehnsucht nach Konstantinopel und der osmanischen Kultur. Nun war er ein im Exil lebender inoffizieller Vermittler der Osmanischen Kultur an das Abendland.Er starb nördlich des heutigen Charkiw und wurde in Moskau begraben.

Auszeichnungen:

– Peter dem Großen gab ihm den Titel: Prinz
– Karl VI. verlieh Cantemir den Ehrentitel: Fürst des Heiligen Römischen Reiches

Pesrev Makam von D. Cantdemir * 1673

Turkish Music Therapy – Buselik Pesrev by D. Cantdemir * 1673 gegen wirre Gedanken

Eine Liste (jedoch nicht vollständig) weiterer namhafter Künstler, die zur der Entwicklung und Entstehung der türkisch-klassischen Musik beigetragen haben:

– Sultan Selim III * 1761
– Sultan Murad IV * 1612
– Sultan Mahmut I * 1754
– Sultan Mahmut II *1785
– Sultan Abdulaziz I *1830
– Sehzade (Prinz) Korkut *1467
– Tanburi Cemil Bey * 1873
– Tanburi Osman Bey * 1816
– Buhurizade Mustafa Itri Efendi*1640
– Haci Sadullah Ağa * 1730
– Dimitri Candemiroglu * 1673
Ali Ufki * 1610
– Tanburi M. Cavus *1700
– Hamamizade Ismail Dede Efendi * 1778
Santuri Ethem Efendi *1855
– Kemani Sebuh *1828
– Kemani Tatyos Efendi*1858
– Kemani Serkis Efendi * 1855
– Hafız Burhan *1897
– Sultan Abdülazîz (1830–1876)
– Kara Ismail Ağa (1674–1724)
– Nikoğos Ağa (1836–1885)
– Sadik Ağa (1757–1815)
– Sadullah Ağa (1730–1807)
– Tanbûrî Numan Ağa (1750–1834)
– Zeki Mehmet Ağa (1776–1846)
– Refik Talat Alpman (1894–1947)
– Hüseyin Sadettin Arel (1880–1955)
– Giriftzen Asim (1852–1929)
– Lemi Atli (1869–1945)
– Aleko Bacanos (1888–1950)
– Yorgo Bacanos (1900–1977)
– Hacı Arif Bey (1831–1885)
– Ismail Hakki Bey (1865–1927)
– Kaptanzade Ali Riza Bey (1883–1934)
– Neyzen Salim Bey (1829–1884)
– Rahmi Bey (1864–1924)
– Rifat Bey (1820–1888)
– Şevki Bey (1860–1891)
– Tanbûrî Cemil Bey (1871–1916)
– Tanbûrî Osman Bey (1816–1885)
– Ûdi Nevres Bey (1873–1937)
– Cevdet Çağla (1900–1988)
– Tanbûrî Mustafa Çavuş (1700–1770)
– Nayi Osman Dede (1652–1730)
– Neyzen Aziz Dede (1840–1905)
– Neyzen Emin Dede (1883–1945)
– Zekaî Dede (1816–1885)
– İsmail Dede Efendi (1778–1846)
– Kanuni Artaki Candan Efendi (1885–1948)
– Kemani Riza Efendi (1780–1852)
– Kemani Tatyos Efendi (1855–1913)
– Misirli Udi Ibrahim Efendi (1872–1933)
– Neyzen Dede Salih Efendi (1818–1888)
– Tab-i Mustafa Efendi (1705–1770)
– Rakim Elkutlu (1869–1948)
– Refik Fersan (1893–1965)
– Gazi Giray Han (1554–1607)
– Tanbûrî Isak (1745–1814)
– Buhurizade Itrî (1640–1711)
– Dilhayat Kalfa (1710–1780)
– Dimitri Kantemir (1673–1723)

Quellen:

– Vikipedi
– T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı
– Istanbulpark.de

Dimitrie Cantemir, türkisch: Kantemiroglu wurde im Jahre 1673 in Silişteni, damals eine Stadt im Osmanischen Reich, im heutigen Rumänien, als Sohn von Constantin Cantemir, dem Fürst von Moldawien geboren. Dimitrie Cantemir war selber in den Jahren 1693 und 1710 zweimal Fürst von Moldawien. Zwischen 1688 und 1710 lebte Cantemir in Konstantinopel, der damaligen Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Hier diente er unter anderem als Vermittler zwischen den osmanischen und europäischen gebildeten. Er war ein Freund von Rami Mehmed Pasche, einem Literaten und gleichzeitig einem Großwesir, also quasi dem Staatskanzler des Osmanischen Reiches. Cantdemir war außerdem ein Ethnograph, Musikwissenschaftler, Linguist und Enzyklopädist…

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Siehe auch

Sultan Murad IV.

27. Juli 1612 Topkapi Palast, Konstantinopel – frohe Kunde! Das Hause Osman hat einen zweiten …

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